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Die Kraft der Angst

von Harold Koch


Gefühle: Wir alle haben sie. Und dennoch kann keiner von uns sie abschalten, obwohl das wünschenswert wäre.

Eines dieser Gefühl ist "Angst": Ein uneingeladener Begleiter, den wir alle ausreichend kennen. Der eine mehr - der andere weniger!

Vielleicht sagst du: "Also ich bin kein ängstlicher Typ. Mit Angst habe ich nichts zu tun.“

Das ist erstrebenswert und gleichzeitig ist Angst eine natürliche Erscheinung bei jedem Menschen.


Angst kommt wie ein Schwarzfahrer, der beim Fahren auf deinen Lebenszug aufspringt und einfach so mitfährt. Und dieser ungebetene Mitfahrer bestimmt mit seiner Gegenwart immer mehr deine Entscheidungen und deine Gefühle. Diese Angst willst und brauchst du nicht und hast sie nicht in dein Leben eingeladen. Sie ist wie eine giftige Spinne, die in deinem Urlaubskoffer zwischen deiner Wäsche mitgereist ist.


Als ich mich mit dem Thema Angst beschäftigte, war ich ehrlicherweise selbst überrascht, wie viele Spielarten der Angst existieren:

  • Platzangst

  • Angst krank zu werden (im Ranking gerade vermutlich auf Platz 1 )

  • Angst vor Kritik

  • Angst vor dem Alter

  • Angst rot zu werden

  • Redeangst

  • Angst vor Ablehnung

  • Angst vor Ärzten

  • Angst vor Berührungen

  • Angst vor dauerhaften Beziehungen

  • Angst vor dem Alleinsein

  • Angst vor der Zukunft

  • Angst vor Entscheidungen

  • Angst vor Enttäuschungen

  • Angst vor Konflikten

  • Angst vor Spinnen

  • Angst vor Tunneln

  • Angst vor Verantwortung

  • Angst vor Veränderung

  • Angst vor Verlust

  • Angst vor dem Morgen

  • Angst vor dem Tod.

Hast du eine Angst in dieser Liste entdeckt, die dich aktuell trifft und beschäftigt?


Angst ist ein starkes Gefühl, das uns warnen und sogar retten kann. Aber es ist auch ein gemeiner Räuber, der uns viel Lebensqualität stehlen kann.

Bestimmt ist euch auch aufgefallen, dass die Menschen um uns herum sehr unterschiedlich auf angstmachende, belastende Situationen reagieren. Dem Einen verschlägt es die Sprache und er ist wie erstarrt. Andere sind gereizt und sogar aggressiv.


Dies hängt davon ab, ob wir zum Kampf-, zum Flucht- oder zum Schrecktyp gehören. Wir unterscheiden uns nämlich darin, wie wir bei Angst und Stress reagieren. Stress ist übrigens auch eine Form von Angst, eine Art Dauerangst.


Unabhängig davon welcher Angst-Typ wir sind, ist das Ergebnis oft das Gleiche. Die Folge von einer realen oder potentiellen Bedrohung und unserer Reaktion darauf, führt uns in einen Zustand der Erschöpfung. Und genau das erleben Menschen in dieser Corona Krise. Sie fühlen sich erschöpft.

Auch die Bibel erzählt viele Geschichten über Furcht und Angst.

Gottvertrauen treibt Angst aus:

Die Freunde von Jesus erlebten Krisen. Keine Corona-Krise, aber offensichtlich lösten andere kleine und große Krisen eine vollkommene Angst aus.

So gerieten die Jünger mit ihrem relativ kleinen, ca. 6 Meter langen, flachwandigen Fischerboot in einen heftigen Sturm auf dem See Genezareth. Als immer mehr Wasser in das Boot gespült wurde und das Segel am Mast zerfetzt war, bestimmte nur noch ein Gefühl diese Mannschaft von gestandenen Männern: Angst! Eher Todesangst! Alle hatten Angst bis auf einen: Jesus. Er lag auf einem Kissen im hinteren Bereich des Bootes und ... schlief.

Die Jünger weckten ihn und schrien: „Meister, Meister wir kommen um!“ Zu deutsch: Wir saufen hier ab und du pennst gemütlich!

Jesus stand auf und gebietet in seiner Autorität dem Sturm. Plötzlich wurde der See ganz still und der Sturm legte sich.



Jesus stellte eine wichtige Frage, die unsere Antwort auf die Angst darstellt: „Freunde, wo ist euer Glauben?“

Glaube lähmt die Angst, damit die Angst nicht die Seele lähmt.

Schauen wir die Situation noch einmal von diesem Blickwinkel an:

Jesus versprach seinen Jüngern: Wir fahren über den See zum anderen Ufer. Ein Versprechen und sein Wort.

Die Jünger sagten: „Meister, wir kommen um!“

Warum sagten sie das? Klar! Für sie haben die Wellen und der Sturm lauter gesprochen, als das Versprechen des Sohnes Gottes.

Glaube würde sagen: Es sieht nicht gut aus. Die Krise ist massiv. Ich werde durch Schwierigkeiten gehen, aber der HERR hat gesagt: „In der Welt werdet ihr unter Druck kommen, aber seid getrost. Ich habe für euch diese Welt besiegt.“ Jesus sagt auch: „Siehe ich bin bei euch, bis an das Ende der Zeit.“ Glaube ist zu sagen was Gott sagt.

Gottes Friede treibt Angst aus:

Kurz nach der Kreuzigung treffen sich die Freunde von Jesus. Sie verschließen die Türen. Aber warum? Sie haben Angst. Angst auch verhaftet zu werden. Angst macht unsere Räume eng. Angst verschließt uns. Angst schließt andere aus. Die Jünger haben das Gefühl der Angst.

Und dann kommt Jesus. Er kommt als Auferstandener in einem neuen Körper, der sich nicht mehr an die Spielregeln der Naturgesetze halten muss. Er tritt einfach so in den verschlossenen Raum. Und er hat die Kraft gegen die Angst mitgebracht: Er sagt: „Friede sei mit euch.“

Der Apostel Paulus definiert diese Art von Frieden: „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ [Phil. 4,7]

Dieser Friede wird also nicht durch gute Gedanken oder Problemlösungen erzeugt. Nein. Er ist ja über dem Verstand. Er überflutet sozusagen unsere gedanklichen und emotionalen Felsbrocken im Bachbett unserer Seele. Sein Friede, sein Shalom lähmt die Angst.

Gottes Liebe treibt Angst aus:

Die Liebe!

Nein, nicht die menschliche, begrenzte, sich erschöpfende Menschen-Liebe, sondern Gottes unendliches „Meer seiner Liebe“.


„Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz mehr; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.“ [1. Johannes 4,18]


Ich gebe dir heute nicht nur schöne Worte oder Theorien weiter, sondern Gottes Kraft-Angebote. Und seinen Glaube in deinem Herzen. Seinen Frieden, der über deine Sorgen regiert. Seine tiefe Liebe zu dir vertreibt auch DEINE Angst.




Ich wünsche uns allen den Frieden Gottes mitten in stürmischen Zeiten.




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Wir bringen jede Woche neue Inhalte und haben zusätzlich zu unseren Online Gottesdiensten (sonntags um 9.30, 11.30 und 16.30 Uhr auf https://chapelfuerth.online.church) weitere Specials für dich vorbereitet. Nähere Infos bekommst du über unseren Newsletter und Instagram.

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Du willst noch mehr über dieses Thema hören? Schaue dir die gesamte Predigt von Harold hier an: