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Frucht des Geistes: Freude

von Gabriel Skibitzki


Diese Themen-Reihe beschäftigt sich mit der „Frucht des Geistes“.

Diese Frucht ist das Ergebnis eines Lebens mit dem Heiligen Geist im Vergleich zu einem Leben aus dem „Fleisch“, also aus weltlicher Prägung, heraus. Wir finden die Aufzählung der Eigenschaften dieser Frucht im Paulus-Brief an die Galater:

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.“ Galater 5,22-23






Freude - eine Frucht des Geistes?


Freude ist eine starke Emotion, die jeder von uns kennt. Ich finde es süß, dass Babys bereits ziemlich früh Freude zeigen. Meine Tochter Ella hat das süßeste Lachen der Welt. Wenn ihr Bruder Lion oder ich Quatsch machen und sie somit zum Lachen bringen, eskaliert die Freude manchmal bei uns daheim und wir können uns kaum halten vor lachen.

Wir kennen in unserer deutschen Sprache die Freude an oder die Freude auf etwas. Freude an einem Hobby, an der Familie oder an der Natur. Die Freude auf etwas nennen wir die „Vorfreude“, die vermeintlich schönste Freude.

Meint Paulus im Galaterbrief tatsächlich diese Emotion der Freude? Dann stellt sich doch automatisch die Frage, inwiefern es überhaupt eine „übernatürliche“, also von Gott gewirkte Frucht ist, wenn wir sie doch ganz natürlich kennen und erleben, selbst wenn Gott nicht in uns lebt.

An anderer Stelle schreibt Paulus in Philipper 4,4:


„Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!“



Allezeit? Also immer? Jetzt wird uns schnell klar, dass es sich um eine übernatürliche Freude, eine Freude die nicht von dieser Welt ist handeln muss, weil wir uns natürlich nicht die ganze Zeit vor Lachen am Boden krümmen könnten, sondern es auch ganz andere Zeiten in unserem Leben gibt (meine Tochter lacht auch nicht den ganzen Tag :D).



Ein Wort ist der Schlüssel


Die Bibel kennt die Freude an Gott (vergleiche Nehemia 8,10 "..die Freude am Herrn ist unsere Stärke") und auch die Freude auf Gott, "..besonders auf den Tag an dem wir Gott in seiner vollen Herrlichkeit sehen werden" (vgl. Philipper 3,12-14).


Jedoch glaube ich, dass ein kleines Wort aus Phil 4,4 der Schlüssel ist, um die Freude als Frucht des Geistes wirklich verstehen und greifen zu können. Diese Form der Freude kennt unser deutscher Sprachgebrauch nicht wirklich.


Wir tun uns ziemlich schwer mit der Vorstellung uns „in“ jemandem oder in etwas freuen zu können.

Aber genau davon schreibt Paulus: „Freut euch im Herrn allezeit!“

Das ist eine andere, eine übernatürliche Dimension der Freude. Eine Freude, die nicht in unserem Umständen liegt, sondern in einem vollbrachten Werk am Kreuz von Golgatha.


Ein Opfer macht den Unterschied


Auch wenn Gott möchte dass es uns gut geht und wir lachen und uns am Leben freuen dürfen, hat christliche Freude nicht uns selbst und unser Leben im Mittelpunkt, sondern das Opfer von Jesus Christus. Weil er für uns gestorben ist und unsere Schuld auf sich genommen hat, können wir uns in ihm freuen. Dieses eine Opfer stellt unser gesamtes Leben auf den Kopf. Wenn wir in Jesus sind, geht es nicht länger um unser Glück, um unser Versagen oder unsere Leistung.

Sobald wir in Jesus sind, sieht Gott das alles nicht mehr, wenn er uns ansieht, weil er jetzt Jesu Opfer sieht. Er freut sich an uns.

„Das Gott sich unser freut, das ist der letzte und einzige Grund ewiger Freude!“

Julius Schniewind

Eine Frucht, die Anderen schmeckt


Wie eine Frucht muss auch die Erkenntnis über das vollbrachte Werk von Jesus in uns wachsen und tiefe Wurzeln schlagen. Am Ende ist es nicht unsere Anstrengung, die mehr Freude erzeugt, sondern unsere Bereitschaft uns diesem Wachstumsprozess zu stellen.

Wenn die Frucht der Freude in unserem Leben mehr und mehr sichtbar wird, werden - wie bei meiner Tochter Ella - automatisch Menschen in deinem Umfeld von dieser Freude angesteckt. Andere werden „schmecken“ dass bei dir etwas anders ist, etwas Übernatürliches, dass man logisch nicht erklären kann.


„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste.“

Römer 14:17 ELB

Ich will diese Frucht - unbedingt!


Lasst es unser Gebet und unsere tägliche Herzensentscheidung sein, dem Heiligen Geist in uns Platz zu machen, damit er diese göttliche Freunde im Herrn in uns und für Andere freisetzen kann.








NAME: Gabriel Skibitzki

FAMILIENSTATUS: verheiratet mit Anni Skibitzki

BERUF: Mama von Lion und Ella sowie Pastor

CHAPEL: Gemeindeleitung und Pastor

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